Europa vor Ort: Internationale Gäste treffen sich im September in Leverkusen und Jülich

StadtRäume-Workshop verbindet Stadtentwicklung, Erinnerungskultur, Jugendbeteiligung und europäische Zusammenarbeit.

Vom 10. bis 14. September 2026 werden Leverkusen und Jülich Gastgeber eines internationalen Workshops des Projekts „StadtRäume – Europa vor Ort“ sein. Vertreterinnen und Vertreter aus mehreren europäischen Städten kommen zusammen, um über Stadtentwicklung, Demokratie, Erinnerungskultur und die Zukunft europäischer Städte zu diskutieren.

Der Workshop bildet einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung des europäischen Netzwerks, das in den vergangenen Jahren durch gemeinsame Projekte, Begegnungen und Förderanträge kontinuierlich gewachsen ist. Neben dem fachlichen Austausch stehen vor allem die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit und die Planung zukünftiger gemeinsamer Aktivitäten im Mittelpunkt.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Projekttag in Jülich. Dort werden die Projektleiterinnen und Projektleiter gemeinsam Bilanz ziehen, Perspektiven für die kommenden Jahre diskutieren und über neue europäische Förderanträge beraten. Ziel ist es, die Zusammenarbeit langfristig zu sichern und weitere gemeinsame Projekte in den Bereichen Stadtentwicklung, Demokratiegeschichte, Erinnerungskultur und Bildung auf den Weg zu bringen.

Parallel dazu findet ein internationaler Jugendworkshop statt. Junge Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Partnerstädten erhalten die Möglichkeit, sich über ihre Vorstellungen von Stadt, Gesellschaft und Europa auszutauschen. Dabei sollen nicht nur Erfahrungen und Perspektiven diskutiert, sondern auch Ideen für zukünftige Jugend- und Bildungsprojekte entwickelt werden. Die stärkere Beteiligung junger Menschen gehört zu den zentralen Zielen des Netzwerks.

Das Programm verbindet Workshops, Exkursionen, Begegnungen und öffentliche Veranstaltungen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen dabei sowohl die Entwicklung der Stadt Jülich als auch die Stadtentwicklung in Leverkusen kennen. Themen wie Strukturwandel, Stadterneuerung, Erinnerungskultur und Bürgerbeteiligung bilden dabei den inhaltlichen Rahmen.

Ein weiterer Höhepunkt wird die Teilnahme am 23. Leverkusener Geschichtsfest am 13. September sein. Unter dem Motto „NETZwerke: Denkmale und Infrastruktur“ erhalten die internationalen Gäste Einblicke in Geschichte und Gegenwart der Region und bringen zugleich ihre eigenen europäischen Perspektiven in die Diskussion ein.

Mit dem Workshop setzen der Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. und der Jülicher Geschichtsverein 1923 e.V. ihre gemeinsame europäische Arbeit fort. Das Projekt zeigt, dass Europa nicht nur in den Hauptstädten entsteht, sondern vor allem dort, wo Menschen, Vereine und Kommunen über Grenzen hinweg miteinander ins Gespräch kommen.